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Buchrezension: „Der kleine Wassermann. Frühling im Mühlenweiher“

Bilderbuch „Der kleine Wassermann. Frühling im Mühlenweiher“ | Thienemann-Esslinger Verlag

Inhalt

Das 2011 erschienenen Bilderbuch ist eine Fortsetzung von Preußlers wunderbarem Klassiker „Der kleine Wassermann“ aus dem Jahr 1956 und richtet sich an Kinder ab 4 Jahren. Das Buch verfasste Preußler im Alter von 87 Jahren gemeinsam mit seiner Tochter Regine Stiegloher. Der kleine Wassermann erwacht nach dem Winterschlaf und ist ganz erpicht darauf, endlich seine Freunde, allen voran den Karpfen Cyprinus, wiederzusehen. Während seine Eltern das Haus nach langer Winterruhe auf Vordermann bringen, geht der kleine Wassermann auf Entdeckungsreise. Er spielt mit Cyprinus, ärgert die mürrische Muschel und rettet die drei frechen Frösche vor dem wilden Müllershund Bello. So erlebt er einen aufregenden und abenteuerlichen ersten Frühlingstag.

Stil, Sprache & Illustrationen

Das Bilderbuch ist bunt und meist ganzseitig illustriert, der Stil von Daniel Napp erinnert entfernt an die Zeichnungen des Originals, wirkt jedoch deutlich moderner. Die Geschichte ist unterhaltsam, kindergerecht und eine wundervolle Hommage an das Original – funktioniert aber auch für sich allein.

Einzig kritisch zu sehen sind die Geschlechterstereotype der Eltern – bei einem 2011 erschienenen Kinderbuch wäre eine zeitgemäßere Darstellung wünschenswert. Hier hat der/die Vorlesende aber leichtes Spiel, denn die Geschichte funktioniert auch dann noch hervorragend, wenn „die Wassermannmutter und der Wassermannvater“ für Haushalt wie Reparaturen verantwortlich sind. 

Pia Raupp

Quelle: Thienemann-Esslinger Verlag
Autor:inOtfried Preußler; Illustriert von Daniel Napp
VerlagThienemann-Esslinger Verlag
Erscheinungsjahr2011
Preis15 Euro
Alterab 4 Jahren
Themen des BuchesAbenteuer, Freundschaft
LeseWelten-Bibliothekvorhanden

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